Agitpropmaterial

Egal ob Antifa oder Arbeitskampf, jede Aktion braucht eine Öffentlichkeit. Aus diesem Grund bieten wir hier diverses Material an, welches bei Bedarf gerne zur Verfügung gestellt wird.

An deinem Wohnort treten Faschisten mit ihrer menschenverachtenden Ideologie auf? Stell dich ihnen entgegen und zeige ihnen, dass dein Wohnort, Arbeitsplatz, deine Schule, Kneipe und Kiez eine Nazifrei Zone ist.

Das Gleiche gilt für den Kampf um bessere und gerechtere Bedingungen am Arbeitsplatz und in der (Aus-)Bildung. Interessen müssen immer und überall deutlich gemacht und öffentlich sowie offensiv vertreten werden.

Wenn du dies genauso siehst und dein Engagement auf die Straße bringen willst, dann möchten wir dich selbstverständlich auch darin unterstützen. Schreibe uns kurz dein Anliegen und wir stellen Material in Form von Aufklebern, Plakaten und Broschüren zu Verfügung und helfen dir, dein Anliegen in die Öffentlichkeit zu bringen.

Das Streikpapier

Der ökonomische sowie der politische Streik sind wichtige Kampfmittel der Abeiterschaft ihre Forderungen durchzusetzen. Um die ins Bewusstsein aller lohnabhängigen Menschen zu bringen, gestaltete die SDAJ Dresden diese Broschüre mit folgenden Inhalt:

Streik-Papier der SDAJ Dresden

Was ist ein Streik?

Im Grunde ist ein Streik eine großflächige Arbeitsniederlegung von Lohnabhängigen eines Betriebs, Wirtschaftszweigs, eines Landes oder einer Region. Natürlich können auch andere Felder der Gesellschaft „bestreikt“ werden, wie z.B. Bildungstreiks von Azubis, SchülerInnen und StudentInnen. Der Streik ist ein ökonomisches und politisches Druckmittel seitens der Beschäftigten und soll deren Lebens- und Arbeitsverhältnisse längerfristig verbessern. Wichtig dabei ist die Verständigung der Arbeiterschaft untereinander, deren Aktionsbereitschaft, Einheit und (internationale) Solidarität. Als Organ fungiert dabei neben Arbeiterparteien vordergründig eine Gewerkschaft.

Was ist eine Gewerkschaft?

Gewerkschaften entstanden im Zuge der Industrialisierung Europas und Nordamerikas und dem damit aufkommenden Kapitalismus. Eine Gewerkschaft soll der vereinten Arbeiterschaft den geschlossenen Kampf ermöglichen, indem sie Aktionen organisiert, beratend zur Seite steht und vorallem den Beschäftigten die Möglichkeit bietet, sich einzubringen und dabei demokratisch zu organisieren. Leider sieht es in der Bundesrepublik Deutschland eher schlecht um die Gewerkschaften aus: Im freien Markt werden Gewerkschaftsmitglieder gern als „soziale Unruhestifter“ abgestempelt, große Gewerkschaften wie IG Metall und ver.di (alle im „Deutschen Gewerkschaftsbund“ zusammengeführt) setzen eher auf Sozialpartnerschaft statt offensiven Kampf um soziale Gerechtigkeit, kämpferische Basisgewerkschaften werden mit Verboten bedroht. Außerdem ist das Streikrecht der BRD mehr als reaktionär und arbeiterfeindlich.

Wie sieht das Streikrecht aus?

Zwar ist ein Streikrecht für Lohnabhängige laut Art. 9 des Grundgesetzes gegeben, jedoch besteht keine ausdrückliche gesetzliche Grundlage für einen politischen Streik und damit die Möglichkeit eines branchenübergreifenden, womöglich bundesweiten Zusammenschlusses der Arbeiterschaft. Der sog. „Generalstreik“ ist gänzlich verboten, trotzdessen er u.a. 1920 den militaristischen „Kapp-Lüttwitz-Putsch“ lahmlegte und somit ein noch früheres Abrutschen in einen deutschen Faschismus verhinderte. Das herrschende Kapital kennt die Macht einer vereinigten Arbeiterklasse und fürchtet daher um ihr ausbeutendes und erniedrigendes Wirtschaftssystem von dem sie immernoch profitieren. Auch den Regierungen sind demokratische Zusammenschlüsse seitens des Proletariats unlieb und werden als Konkurrenz zu ihren Machtbefugnisse bekämpft.

Warum sind Streiks dennoch gut und richtig?

Streiks zeigen die Kraft und den Willen geschlossen-agierender Arbeiterinnen und Arbeiter. Sie zeigen, dass sie sich am Arbeitsplatz und innerhalb des unterdrückenden Sozialsystems nicht jede Diskriminierung, nicht alle Kürzungen und Bevormundung bieten lassen müssen. Nun treffen Streiks auch die Arbeiterklasse selbst. Vorallem der öffentliche Dienst kann im Streikfall entscheidende gesellschaftliche Felder, wie z.B. den Nah- und Fernverkehr lahmlegen. Doch genau darin liegt ihr Potenzial: Den Kapitalisten stört es, wenn seine Beschäftigten nicht oder nicht rechtzeitig in seinem Betrieb erscheinen können. Ein Einlenken seitens der Arbeitgeber ist daher eher zu erwarten, als in anderen Wirtschaftssektoren. Trotzdem: Erkämpft ein Gruppe Lohnabhängiger ihre geforderten Ziele, so geht sie mit der gesamten Arbeiterklasse einher und zeigt auf, dass eine bessere Zukunft möglich ist. Denn jeder Proletarier, weltweit, hat das Recht und auch die Pflicht, für sich und seine Klasse zu kämpfen und sich mit allen verfügbaren Mitteln der barbarischen Ausbeute entgegenzusetzen!

  • Organisiert Streiks und Interessenvertretungen!
  • Wir brauchen kämpferische und klassenbewusste Gewerkschaften statt Stellvertretertum und Sozialpartnerschaft!
  • Zeigt euch solidarisch mit anderen streikenden ArbeiterInnen!
  • Kämpft für eure Rechte auf würdevolles Leben, Mitbestimmung und gerechte Gesellschaftsverhältnisse!
  • Kämpft für eine bessere Zukunft!

    Arbeiter aller Länder – Vereinigt euch!

  • In deinem Betrieb, an deinem Ausbildungssplatz oder deiner Schule/Uni zeichnet sich auch eine Auseinandersetzung ab? Informiere dich nach bereits bestehenden Strukturen, versuche dich einzubringen und werde selber aktiv. Vor allem aber, leite die Information über Ort und Anlass des Streiks an uns weiter. Gerne werden wir dich mit Tips und Material unterstützen.