Ausbeuter outen! – Das buw-Callcenter in Leipzig

Ausbeuter outen! – Das buw-Callcenter in Leipzig

Im Rahmen der bundesweiten AJP-Kampagne sind Outings ein wesentlicher Bestandteil, um auf widrige Arbeits- und Lohnverhältnisse einiger Betriebe aufmerksam zu machen. Am 18.10.2014 richtete sich das Augenmerk dabei auf das buw-Callcenter in Leipzig.
Bei Einstiegsgehältern von teilweise 6,00€/h und Nachtzuschlägen von 1,00€/h, fordert die buw bei kurzfristiger Personalplanung hohe Flexibilität und Belastbarkeit von den Angestellten, während sich das Arbeitsspektrum, bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen, permanent erweitert. Genug relevante Punkte also, um, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch bei den Angestellten ein Bewußtsein dafür zu schaffen welch vergleichsweise miserablen Arbeitsbedingungen vorherrschen und das es gilt dagegen schleunigst etwas zu unternehmen.
Organisiert von der SDAJ-Gruppe Leipzig und mit tatkräftiger Unterstützung der Gruppen aus Jena-Weimar, Berlin und uns, sowie Mitgliedern der DKP Leipzig und der ansässigen ver.di-Jugend, gelang es mehrere ambitionierte AktivistInnen zu mobilisieren.
Mit Transpis, Flyern und einem Rollenspiel, bei dem diverse Leute, repräsentativ für die verschiedenen Gehaltsabstufungen, befragt wurden, warum sie sich den so unter Wert verkaufen,
schafften wir es, die Aufmerksamkeit einiger PassantInnen zu gewinnen und sie hoffentlich zum Nachdenken anzuregen.
So konnten wir nach zwei Stunden zufrieden die Veranstaltung auflösen um nach einer kurzen Stärkung zum politischen Abendprogramm überzugehen, welches aus einer Podiumsdiskussion zum Thema „Betriebsrat – und wie weiter?“ bestand und Einblicke in gewerkschaftliche Arbeit gab.
Geführt von Vertretern der ver.di, der IG-Metall, des Streik-Soli-Bündnisses und der SDAJ-Berlin konnte anhand vieler Erfahrungsberichte eindrucksvoll geschildert werden, wie organisierter Arbeitskampf, beispielsweise bei amazon oder auch DHL, Früchte tragen kann.


Fazit: So trost- und hoffnungslos die teils prekäre Situation auf Arbeit auch scheinen mag, es gibt Möglichkeiten aktiv mitzuwirken um daran etwas zu ändern. Organisiert euch im Betrieb und kämpft für eine bessere (Arbeits)-Welt!

Bis zur nächsten Aktion,

eure SDAJ-Dresden


2 Antworten auf „Ausbeuter outen! – Das buw-Callcenter in Leipzig“


  1. 1 Frank 21. April 2015 um 8:50 Uhr

    Natürlich kann man dagegen etwas tun, wenn man seinen Job verlieren möchte.

    BUW hat zwar einen Betriebsrat, aber der steht unter der Fuchtel der Spitze und winkt so ziemlich alles als „ja das ist super so“ durch das habe ich am eigenen leib erfahren müssen.

    Wenn Mitarbeiter sich wehren, werden sie direkt vor Personalabteilung und Teamleiter in ein Verhöhr zitiert am nächsten Tag (ohne vorwarnung).

    Die einzige wahl die man hat, ist Kündigen – und das Arbeitsamt freut sich immer tierisch, wenn man den zugeteilten Job Kündigt…

    moderne Sklaverei ist das.

  1. 1 Ausbeuter outen! – Das buw-Callcenter in Leipzig - SDAJ in Ostdeutschland Pingback am 22. Oktober 2014 um 1:46 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.